Begleitung, Halt und Orientierung in einer besonderen Zeit.
Der Einzug in ein Hospiz ist mit vielen Fragen und oft auch Unsicherheiten verbunden – sowohl für die Betroffenen als auch für ihre Angehörigen. Wir möchten Ihnen in dieser schweren Phase zur Seite stehen und Ihnen so viel Last wie möglich abnehmen.
Hier haben wir die wichtigsten Fragen rund um den Aufenthalt, die medizinische Versorgung und den Alltag in unserem Haus für Sie zusammengestellt. Sollten Sie darüber hinaus persönliche Anliegen haben, zögern Sie bitte nicht, uns direkt zu kontaktieren. Wir sind für Sie da.
Weitere Fragen?
Sozialzentrum Misburg e. V.
Dietger-Ederhof-Weg 4
30629 Hannover
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Alle Fragen im Überblick
Was ist ein Hospiz – und worin liegt der Unterschied zu einem Pflegeheim oder Krankenhaus?
Ein Hospiz ist ein Ort für Menschen mit einer unheilbaren, fortschreitenden Erkrankung, bei denen die Lebensqualität im Mittelpunkt steht. Anders als im Krankenhaus geht es nicht um Heilung, sondern um Linderung von Beschwerden, Würde, Zeit und Menschlichkeit. Im Vergleich zu Pflegeheimen ist die Betreuung intensiver, ganzheitlicher und speziell auf die letzte Lebensphase ausgerichtet.
Wer kann in ein Hospiz aufgenommen werden?
Menschen mit einer weit fortgeschrittenen Erkrankung und begrenzter Lebenserwartung, bei denen eine intensive medizinische Behandlung nicht mehr im Vordergrund steht. Die Aufnahme erfolgt in der Regel nach ärztlicher Empfehlung.
Wie kann ich mich in einem Hospiz anmelden?
Um auf unsere Warteliste zu kommen bitten wir unser Hospizanfragenformular aus zu füllen und uns zukommen zu lassen. Das Formular können Sie auf unserer Webseite unter FORMULARE finden.
Wie lange darf man im Hospiz bleiben?
Es gibt keine feste zeitliche Begrenzung. Der Aufenthalt richtet sich nach dem individuellen Bedarf. Manche Menschen bleiben wenige Tage, andere mehrere Wochen oder Monate.
Was kostet ein Aufenthalt im Hospiz?
Für Gäste entstehen keine Kosten. Die Krankenkassen und Pflegekassen übernehmen 95% des Hospizplatzes. 5% generieren wir selber über Spenden. Niemand wird aus finanziellen Gründen abgewiesen.
Welche medizinische Versorgung gibt es im Hospiz?
Die medizinische Betreuung ist auf Schmerzlinderung und Symptomkontrolle ausgerichtet (z. B. Schmerzen, Atemnot, Angst). Ärzt*innen, Pflegefachkräfte, Palliativmediziner und externe Versorger wie Physiotherapeuten arbeiten eng zusammen, um bestmöglichen Komfort zu gewährleisten.
Wird mein Angehöriger im Hospiz leiden oder Schmerzen haben?
Nein. Ein zentrales Ziel der Hospizarbeit ist es, Leiden so gut wie möglich zu lindern. Schmerzen und andere belastende Symptome werden ernst genommen und kontinuierlich angepasst behandelt.
Dürfen Angehörige jederzeit kommen?
Ja. Angehörige sind jederzeit willkommen. Es gibt keine festen Besuchszeiten. Nähe, Gespräche und gemeinsames Dasein sind ausdrücklich erwünscht. Auch eine Übernachtung im Hospiz ist grundsätzlich möglich.
Können Angehörige im Hospiz übernachten?
Es gibt Möglichkeiten, bei dem geliebten Menschen zu bleiben – besonders in der letzten Zeit. Bitte sprechen Sie das Team darauf an.
Was passiert, wenn sich der Zustand verschlechtert?
Das Team im Hospiz ist rund um die Uhr da, reagiert achtsam und begleitet sowohl den Gast als auch die Angehörigen. Niemand wird allein gelassen – auch in schweren Momenten nicht.
Wie wird mit Angst, Trauer oder seelischer Not umgegangen?
Hospizarbeit ist immer ganzheitlich. Neben der körperlichen Pflege gibt es Raum für Gespräche, Zuhören, Trost, Spiritualität und psychosoziale Begleitung – für Gäste und Angehörige.
Darf mein Angehöriger eigene Dinge mitbringen?
Unbedingt. Persönliche Gegenstände, Fotos, Decken oder Musik helfen, sich sicher und geborgen zu fühlen. Das Zimmer darf gerne individuell gestaltet werden.
Was passiert im Moment des Sterbens?
Der Sterbeprozess wird ruhig, würdevoll und achtsam begleitet. Angehörige können – wenn sie möchten – dabei sein. Das Team erklärt, was geschieht, und ist jederzeit ansprechbar.
Was geschieht nach dem Tod?
Es gibt Zeit für Abschied – ohne Eile. Angehörige dürfen bleiben, still sein, weinen oder einfach da sein. Das Hospiz unterstützt bei den nächsten organisatorischen Schritten.
Wer begleitet die Angehörigen?
Auch Angehörige werden gesehen. Gespräche, Unterstützung, Entlastung und – wenn gewünscht – Trauerbegleitung gehören selbstverständlich dazu.
Warum ist ein Hospiz ein guter Ort für die letzte Lebensphase?
Weil hier Zeit, Würde, Nähe und Menschlichkeit zählen. Weil niemand funktionieren muss. Und weil Leben bis zuletzt Leben ist.